Rosenwasser

 

Vielleicht hast Du es bei deiner Oma schon mal gesehen. Kleine, hübsch anzuschauende Fläschchen. Meistens im Kosmetik-schrank im Bad oder auch in der Küche auffindbar.
Die Rede ist von Rosenwasser. Doch nicht nur die Großmutter weiß was gut ist. Schon Kleopatra und die Römer wussten die kostbare Flüssigkeit aufgrund ihrer vielfältigen Anwendungsgebiete und ihres angenehmen Duftes zu schätzen. Und das aus gutem Grund, denn es hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften.
Aber was genau ist Rosenwasser eigentlich und wofür kann man es verwenden? Und wie wird es hergestellt? All das erfährst Du hier!

Die Vielfältigkeit

Das Extrakt der Rose ist Lebensmittelecht. Deshalb findet Du es in jeder gut sortierten Küche. Dort wird es zum Aromatisieren von Süßspeisen verwendet, aber auch in Marzipan ist es eine unverzichtbare Zutat. Getränken und besonderen Cocktails verleiht es das gewisse Etwas. In den arabischen Ländern wird es zur Herstellung einer Champagner-Alternative verwendet. Die Mischung aus Rosenextrakt, Orangensaft und Granatapfel-saft wird dann anstelle ihres alkoholhaltigen Bruders auf dort stattfindenden Motorsportveranstaltungen versprüht.
In Europa findet es bevorzugt in der französischen Küche Verwendung. In der iranischen, arabischen und indischen Küche ist es etwas weiterverbreitet.

Noch häufiger wird es aber als Teil von Beauty-Produkten verwendet. Vor allem als Hautpflegeprodukt kannst Du es kaufen. In der Aromatherapie findet es ebenfalls weitläufig Anwendung.

Der Herstellungsprozess

 

Bei dem fertigen Produkt handelt es sich um ein ätherisches Wasser das aus der echten Rose, als Nebenprodukt durch die Destillation ihrer Blüten gewonnen wird. Die Blüten werden von Mai bis Juni geerntet und traditionell in Kupferkesseln gekocht. Der so entstandene Dampf wird über ein Rohrsystem in runtergekühlte Kupferkannen abgeleitet. Zu guter Letzt wird das halbfeste Rosenöl abgeschöpft. Übrig bleibt das Kondensat.
Dabei ist echtes Rosenblütenwasser, auch als Rosen-Hydrolat bekannt, nicht mit Mazerat zu verwechseln. Dieses stellt lediglich einen dünneren, weniger starken Auszug aus den Blüten dar.

Wo es produziert wird

Wichtige Produzenten sind unter anderem der Libanon, die Türkei, Marokko oder auch der Iran.
Im fernen Osten stellt Indien, vielmehr die Stadt Ghazipur, den größten Produzenten. Die größte Quelle von Rosenwasser in Europa findest Du aber in Bulgarien, im sogenannten Tal der Rosen. Von hier stammen etwa 70% der Weltproduktion von Rosenöl und Rosen-Hydrolat.

Seine Wirkung

Das Wasser der Rose hat es echt in sich. Mehr als 100 wohltuende und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wurden nachgewiesen. Darunter zahlreiche Vitamine, Antioxidantien, Pektine und Tannine. Deshalb ist es nicht nur als Pflegeprodukt, sondern auch in medizinischen Anwendungsgebieten gefragt.
Meist findet man es aber als Spray, Creme oder auch in Badezusätzen.
Einmal auf deiner Haut aufgetragen, z. B. in Form eines Sprays, spendet das flüssige Gold direkt Feuchtigkeit. Dabei ist es nicht komedogen, was es wirksam gegen Akne macht. Die Poren der Haut werden verkleinert, die Talgproduktion verringert. Pickel haben also von Anfang an keine Chance. Deine Haut wird wortwörtlich porentief gereinigt.
Dank der enthaltenden Antioxidantien wirkt es zudem beruhigend und pflegend auf gereizte Haut.
Durch seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften kannst Du es selbst dann nutzen, wenn deine Haut eher empfindlicher Natur ist.

 

Für wen ist Rosenwasser nutzbar

Generell ist es aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe für jeden Hauttyp geeignet. Egal ob trocken oder schnell fettend.
Pharmazeutisch wird das ätherische Wasser aufgrund seiner antiseptischen Wirkung als bewährtes Mittel gegen Herpes genutzt.
Wie Du siehst ein echter Allrounder. Aber es kann noch mehr!
Es funktioniert auch als natürliches Anti-Aging-Mittel. Bei regelmäßiger Anwendung verbessert es die Elastizität deiner Haut und strafft sie. Zudem unterstützt es ihr PH-Gleichgewicht und hilft ihr sich zu regenerieren. Dem Alterungsprozess der Haut wird auf natürlicher Weise entgegenwirkt. Dabei kann das herkömmliche Gesichtswasser für die tägliche Pflege bedenkenlos gegen das Wundermittel ersetzt werden.
Und Rosen-Hydrolat ist nicht nur für die Damenwelt interessant. Männern kann es dabei helfen Rasurbrand vorzubeugen. Einfach das nächste Mal statt Aftershave auftragen. Deine Haut wird es dir danken!

Besonders die Wirkung von den Auszügen aus der Damaszener Rose, die in Bulgarien angebaut wird, ist durch zahlreiche klinische Studien belegbar.
Neben dem Einsatz als Hautpflegeprodukt kann dir das Wasser sogar auf emotionaler Ebene helfen. Der betörende Duft wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend. In der Aromatherapie wird es aufgrund dessen schon seit der Antike genutzt. Es wirkt als natürliche Antidepressiva und hilft dabei Nervosität vorzubeugen.

Hilfe durch Rosenwasser

Auch eine schmerzlindernde Wirkung wird ihm nachgesagt. Viele Frauen schwören darauf, wenn sie unter Brustschmerzen oder Menstruationsbeschwerden leiden.
Rosenwasser ist also ein echter Alleskönner. Und dabei gar nicht mal teuer. Je nach Qualität und Größe der Flasche sprechen wir hier von einem Preis zwischen 2-25€.
Wenn Du deiner Haut, deinem Körper und deinem Geist also mal was Gutes tun möchtest, solltest Du dir auch ein so schönes Fläschchen wie das deiner Oma in den Schrank stellen.

 

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